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Pseudotsuga menziesii - Douglasie
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Heimat:
Wuchs:
Wurzelsystem:
Standort und
Bodenansprüche: |
Nordamerika-West, von British Columbien bis
Mexiko
Es werden 3 Varietäten unterschieden:
Pseudotsuga menziesii var. viridis - Grüne Douglaise
Küstendouglasie; Verbreitung: in den niederschlagsreichen und klimatisch
gemäßigten Gebieten, von der Pazifikküste bis zum Cascadenkamm. Raschwüchsig und mit
zunehmender Küstennähe frostempfindlich.
Pseudotsuga menziesii var. glauca - Blaue Douglasie, Inlandsdouglasie;
Vorkommen in den niederschlagsarmen und klimatisch rauhen Gebirgstälern der Rocky
Mountains. Langsamwüchsig und weitgehend frosthart. Herkünfte mit prächtiger,
blaugrüner Benadelung finden sich vor allem auf den wüstenartigen Hochplateuaus in Utah,
Colorado, Arizona und New-Mexico.
Pseudotsuga menziesii var. caesia - Graue Douglasie
Übergangsform zwischen Küstendouglasie und Inlandsdouglasie im Kammbereich und am
Ostabhang der Cascaden. Wir nur von europäischen Dendrologen ausgeschieden. Im
Bundesstaat Washington finden sich einige gutwüchsige Herkünfte für den forstliche
Anbau in rauheren Mittelgebirgslagen.
Großer, rasch wachsender Baum mit breit ausladenden, waagrechten Astetagen. Die
Küstendouglasie erreicht in ihrer Heimat auf optimalen Standorten Höhen bis zu 100 m und
Stammdurchmesser von 3 m und darüber, wobei das Alter dieser Bäume bei 600 - 700 Jahren
liegt. In Europa haben die größten Exemplare inzwischen Höhen von ca. 55 m und
Stammdurchmesser von 1,3 m erreicht.
Die Douglasie bildet auf normalen Böden eine typische Herzwurzel. Der Boden wird dabei
halbkugelig von einem intensiven Feinwurzelsystem durchzogen. Auf vernäßten und schweren
Böden bildet sie dagegen nur ein flaches Wurzelteller, ähnlich der Fichte. Auf solchen
Standorten ist sie äußerst windwurfgefährdet und daher fehl am Platze.
Der Lichtbedarf ist vor allem in der Jugend gering und steigt mit zunehmenden Alter leicht
an. Die wichtigste Voraussetzung für ein optimales Gedeihen sind lockere, leicht
durchwurzelbare Böden mit gutem Luft- und Wasserhaushalt. Nährstoff- und
Feuchtigkeitsgehalt spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vernäßte, schwere oder
stark kalkhältige Standorte sind jedenfalls ungeeignet. |
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Verwendung:
Im Forst: |
Als Solitärgehölz für Parks und große Gärten ist vor allem die Varietät
Glauca wegen ihrer ansprechend blaugrünen Nadelfarbe und des etwas
langsameren Wuchses zu empfehlen. Im innerstädtischen Bereich zeigt sie sich allerdings
empfindlich gegenüber Immissionen.
Die Douglasie ist heute die waldbaulich und wirtschaftlich bedeutendste ausländische
Baumart mit zunehmender Flächentendenz. Auf vielen Standorten übertrifft sie in ihrer
Zuwachsleistung die heimischen Nadelhölzer deutlich. Gesamtwuchsleistungen von 1400
Vorratsfestmetern je Hektar im Alter von 80 Jahren wurden in Europa auf tiefgründigen
Substraten schon mehrmals gemessen. Ihre größte Überlegenheit spielt sie aber auf
ärmeren, trockeneren Standorten aus, die bisher der Weißkiefer vorbehalten blieben.
Diese vermag sie in Massen- und Wertleistung um ein Vielfaches zu übertreffen. Ein
weiterer, waldbaulich besonders positiver Effekt ist ihre bodenpflegliche Nadelstreu. Da
sie von den Bodenorganismen leicht abgebaut wird, kommt es selbst in Reinbeständen zu
keiner Rohhumusbildung und Versauerung des Standortes.
Ein entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Anbau ist die richtige
Herkunftswahl. In zahlreichen Herkunftsversuchen haben sich für österreichische
Verhältnisse Saagutherkünfte vom Westabhang der Cascaden aus dem nördlichen und
mittleren Washington am besten bewährt. Es konnte jedoch eine signifikante Zunahme der
Früh- und Winterfrostresistenz mit zunehmender Entfernung von der Küste nachgewiesen
werden. Ausgehend von der klimatischen Situation am Anbauort sind daher auch die
Übergangsherkünfte aus dem Kammbereich des Cascadengebirges für höhere und
frostgefährdete Lagen zu empfehlen. |

 
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