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Pinus mugo (Pinus montana) - Bergkiefer, Latsche,
Leg-Föhre
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Wuchs:
Wurzelsystem
Standort und
Bodenansprüche: |
Vielstämmiger, weit ausgebreiteter, oft
niederliegender Großstrauch mit bogig ansteigenden Ästen, oder kleiner Baum mit breiter,
lockerer Krone. Insgesamt zeigt die Bergkiefer eine große Vielfalt an Formen, die man
gewöhnlich in 4 Gruppen unterteilt. Die systematische Stellung dieser Gruppen ist noch
ungenügend festgelegt; sie werden sowohl als Rassen, Varietäten, wie auch als Unterarten
benannt. 2-nadelig.
Die aufrechte Bergkiefer, Spirke oder Hakenkiefer (Pinus mugo montana,
Pinus montana): Das Verbreitungsgebiet reicht von den Pyrenäen bis ins obere Inntal.
Gerader, durchgehender Stamm mit Höhen bis zu 25 m; manchmal auch mehrstämmig und
buschförmig, sowie alle Zwischen- und Übergangsformen hin zur Legföhre. Die obere
Höhengrenze ihrer Verbreitung liegt bei 2.300 m.
Die aufrechte Sumpfkiefer oder Moor-Spirke (Pinus uncinata, Pinus
rostrata): Besiedelt Nieder- und Hochmoore in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich,
Böhmen, Mähren und Schlesien. Sie erreicht in der Regel nicht die Größe der
Bergkiefer.
Die Latsche, Legföhre oder Krummholz-Kiefer (Pinus mugo var. mughus):
Ihr Areal reicht von den Westalpen bis zu den Karpaten im Osten und dem Zentral-Apenin im
Süden. Im Westen treten unterschiedliche Wuchsformen auf, da sie sich häufig mit der
aufrechten Bergföhre vermischt; man findet buschförmige wie aufrechte Exemplare und alle
Zwischenformen, während im östlichen Teil ihres Verbreitungsgebietes niederliegende
Formen mit maximal 3 - 4 m Höhe dominieren.
Die Zwerg-Latsche (Pinus mugo var. pumilio): Häufigstes Vorkommen in den
Ostalpen und den Abruzzen bis in Höhenlagen von 2.600 m. Flachkugeliger bis
kissenförmiger Wuchs, Größe bis 1 m (1,5 m). Sehr dichte Beastung mit aufrecht
stehenden Zweigen.
Weit ausgebreitetes, stark verzweigtes Wurzelsystem ohne Pfahlwurzel.
Die Latsche besiedelt die montane und subalpine Stufe der Gebirge und bildet dabei oft
große Reinbestände. Dabei zeigt sie sich äußerst standorttolerant und anpassungsfähig
an den pH-Wert. Sie gedeiht auf mäßig trockenen bis stark vernäßten Böden und
überlebt sowohl auf Sanddünen an der Küste, wie auch auf nährstoffarmen
Hochmoorflächen. Das weitstreichende Wurzelwerk ist in der Lage Geröll und Geschiebe
festzulegen. Sie ist absolut frosthart und widerstandsfähig gegen Schneedruck. Wie alle
Kiefern stellt sie hohe Ansprüche an den Lichtgenuß. |
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Verwendung:
Im Forst:
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Aufgrund ihrer hohen Standorttoleranz ist die Legföhre ein weit verbreitetes Ziergehölz.
In manchen Gebieten wird sie auch als robuste Heckepflanze geschätzt. Zudem hat sie sich
als stadtklimafest und industriehart erwiesen und toleriert auf guten Böden auch leichte
Beschattung. Außer der natürlichen Zwergform (var. pumilio) stehen für die
Gartengestaltung verschiedene Züchtungen mit besonders gedrungenem, kugeligen oder
kissenförmigen Wuchs zur Verfügung.
Für die Holzproduktion hat selbst die aufrecht wachsende Bergföhre keine nennenswerte
Bedeutung. Waldbaulich spielt sie jedoch bei der Stabilisierung von Geröllhalden und zur
Verhinderung von Steinschlag eine entscheidende Rolle. Auch in Schutzwald-Aufforstungen
gegen Schneeverfrachtung und Lawinenbildung hat sich die aufrechte Form der Bergkiefer gut
bewährt. Die Jungpflanzen werden in Aufforstungen aber häufig vom schwarzen
Schneeschimmel befallen. Hohe Ausfälle können allerdings durch Fungizidbehandlung
vermieden werden. |

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