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Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle

Wuchs:

Blüte und Frucht:



Wurzelsystem:


Standort und
Bodenansprüche:

Hoher Baum bis 30 m (35 m), raschwüchsig, Stamm geradschäftig.

Hängende Kätzchen im Spätwinter, Fruchtstände als kleine
Zäpfchen ausgebildet.

Herzwurzelsystem mit besonders tiefreichenden Vertikalästen. Besitzt von
allen Holzarten die höchste Aufschlußkraft von verdichteten Lehm-, Ton- und
Pseudogleyböden, auch bei hochstehendem Grundwasser. Bindet in Symbiose
mit Strahlenpilzen Luftstickstoff. Saugt sehr viel Wasser auf und verdunstet
es über die Blätter - biologische Drainage.

In Au- und Niederungsböden, auf Schwemmland und in Flachmooren.
Duldet auch langandauernde Überschwemmungen. Hohe Ansprüche an Lichtgenuß
und Sommerwärme, jedoch sehr frosthart. Geht in den Schweizer Alpen
bis 1800 m Seehöhe; ständig frisch-nasse, tiefgründige Lehmböden mit
erreichbarem Grundwasser sagen ihr am besten zu. Auf Hochmooren, Sand- und
Kalkböden vermag sie nicht zu gedeihen.
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Verwendung:

Pionierbaum zur Boden- und Uferbefestigung, reinigt stehende Gewässer, Vogelnährgehölz.

Große waldbauliche Bedeutung auf vernäßten Sonderstandorten, im Auwald und entlang von nährstoffreichen Fließwässern. Durch die hohe Aufschlußkraft und die Fähigkeit Luftstickstoff zu binden, wirkt sie stark bodenverbessernd. Eignet sich hervorragend als Vorwald über Stieleichen oder Tannenkulturen. Gesuchtes und gut bezahltes Möbelholz.

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Alnus incana - Weißerle, Grauerle

Wuchs:


Blüte und Frucht:


Wurzelsystem:

Standort und
Bodenansprüche:
Mittelgroßer Baum bis 20 m (25 m) hoch, nur in der Jugend raschwüchsig,
wenig geradschäftig; Alter selten über 50 Jahre.

Hängende Kätzchen im Spätwinter, Fruchtstände als
Zäpfchen ausgebildet.

Flachwurzler mit weitstreichenden Ausläufern und häufiger Wurzelbrut.

Vom Auwald bis an Hochgebirgsbäche, obere Verbreitungsgrenze etwa
1700 m, besiedelt Überschwemmungsland, Geschiebe und Schuttkegel;
sehr lichtbedürftig, absolut frosthart und nahezu unempfindlich gegenüber
Trockenheit, salz- und kalkverträglich, Staunässe eher meidend.
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Verwendung:

Als Pioniergehölz zur Stabilisierung rutschender und vernäßter Hänge; die reichliche Wurzelbrut bildet dabei eine sehr geschätzte Eigenschaft, Vogelnährgehölz.

Auch waldbaulich wertvolles Pionier- und Vorholz, zum Schutz frostempfindlicher Eichen- und Eschenkulturen. Wird vom Wild nicht gerne verbissen.

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